Busse schaffen Verbindungen, mit ihnen erreicht man Orte, Menschen, Freunde - und manchmal schaffen sie Verbindungen ganz besonderer Art. Unsere kleine Geschichte erzählt von einem Busfahrer, der am Rande des Hunsrücks, zwischen Weinbergen und Wäldern, die Menschen zur Arbeit, die Kinder zur Schule, die Frauen zum Einkaufen in die Stadt brachte. Doch neben dem Fahrschein konnte man bei Herrn Frey senior eine Wegzehrung ganz besonderer Art erhalten. Der jüngste Sohn einer alten Winzerfamilie aus Wallhausen, durch alte Erbtradition nur mit einem Weinberg beschieden, widmete seine freie Zeit dem Weinbau, wie er es durch seine Eltern erlernt hatte.
Auch seine Frau brachte einen Weinberg in die Familie - so war der Anfang gemacht. Und da er ein rechtschaffener und freundlicher Mann ist, geprägt von jener verschmitzten Originalität, wie sie manchmal den Menschen dieser von der Sonne verwöhnten Landschaft zu eigen ist, fand er auf seinen Fahrten bald viele Freunde für seine Weine. Kenntnisreich und mit Begeisterung bewahrte er, tatkräftig unterstützt von seiner Frau, die Familientradition. So mag es nicht verwundern, dass der Funke auf seinen Sohn Jürgen übersprang.
Für ihn stand schon früh fest, sein Leben und Arbeiten mit dem Weinberg zu verbinden. Heute ist er Winzermeister und führt zusammen mit seiner Frau Liesel mit Überzeugung und Kompetenz das mittlerweile stattliche Weingut in der Tradition seiner Eltern. Die edlen Tropfen werden an einige hundert Genießer in ganz Deutschland noch immer höchstpersönlich ausgeliefert. Die Liebe zum Wein hat er auch an seine beiden Kinder weitergegeben. Martina ist die Naheweinprinzessin 2001/2002 und Thomas hat im Herbst 2002 sein Önologie-Studium aufgenommen.
"Wer auf diesem eher unüblichen Wege zum Winzer wird, entwickelt einen ganz persönlichen Bezug zu seiner Arbeit. Er ist geprägt von Neugierde und immer auf der Suche nach dem unverwechselbaren Charakter eines großen Weines. Abseits der Routine ist es für uns immer wieder ein höchst spannender Moment, in den Keller zu gehen und mit allen Sinnen das Heranreifen unserer Weine in all ihrer Vielfalt wahr zunehmen.
Unsere Philosophie stellt die Eigenständigkeit des Geschmacks über den standardisierten Sortenwein und findet ihre Entsprechung in allen Schritten - von der Pflanzung der jungen Reben bis zur Auswahl der Weine und deren Veredelung zu einem leuchtend sinnlichen Erlebnis.
In unseren Weinen lebt die späte Herbstsonne. Mit dem bewußten Verzicht auf frühe Rekordernten und sorgfältiger Pflege erhalten wir in unseren Weinbergen das Gleichgewicht der Natur. Mit vorsichtigen Filtermethoden gewinnt der Wein Klarheit, im Ausbau bekommt er seinen letzten Schliff - Kraft und Seele jedoch bleiben ihm erhalten.
Die lebendige Sortenreinheit macht den großen Unterschied – ob dezent harmonisch wie Riesling & Grauer Burgunder, kräftig rot wie Dornfelder oder aromatisch bouquetbetont wie Bacchus & Scheurebe (gereift im "Wallhäuser Backöfchen", einer einzigartigen Plateaulage).
Unsere Produkte spiegeln unser Selbstverständnis: "Aus Tradition ganz persönlich". Familienbetrieb - das sind wir im besten Sinne des Wortes. Bei uns helfen alle mit...